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Thema: Geschichte der Bundesliga
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19.10.2011, 02:47 #1Neuer Benutzer
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Geschichte der Bundesliga
Die Fußball-Bundesliga ist ein relativ junges Produkt im Vergleich zum Fußball und selbst zum aktiven und professionellen Fußball in Deutschland. Erst seit 1963 gibt es die Bundesliga in der Form wie wir sie heute kennen. Davor war der deutsche Profi- und Amateurfußball in einzelne Ligen unterteilt und die Meister derer spielten dann im K.-O.-System den Deutschen Fußballmeister aus.
Das Problem dabei war, dass in den regionalen Ligen die Spielstärke oftmals sehr unterschiedlich war und dadurch einzelne Vereine mehr als dominierten. Ihnen fehlte es jedoch deshalb auch an konkurrenzfähigen Gegnern und als Folge drohte dem deutschen Fußball ein Verlust des Leistungsniveaus. Vor allem in den internationalen Wettbewerben dominierten Vereine aus England, Italien und Spanien, die bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts oder zu Beginn des 20. Jahrhunderts landesweite Profiligen gründeten.
Die Bedenkträger dominierten aber zunächst. Die Angst vor den hohen Fahrtkosten und der Kommerzialisierung des Sports überwiegte bereits damals. Erst das schlechte Abschneiden der Deutschen Fußball Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Chile im Jahre 1962 ließ die Verantwortlichen umdenken. So konnten die Delegierten der Landesverbände beim DFB-Bundestag 1962 beschließen, dass im Jahre 1963 die erste Saison einer deutschlandweiten Fußballliga gespielt werden sollte. Die Bundesliga war geboren.
Doch bevor das erste Spiel der Bundesliga angepfiffen werden konnte, ging es noch darum zu entscheiden welche Mannschaften überhaupt mitmachen dürfen. Man einigte sich auf 16 Mannschaften, je fünf Mannschaften sollten aus der Oberliga Süd und West, drei aus der Oberliga Nord, zwei aus der Oberliga Südwest und der letzte offene Platz sollte mit einer Mannschaft aus der Stadtliga von Berlin kommen.
Die Bedingungen für die Aufnahme waren klar definiert. Zum einen gab es ein Punktesystem, das sich aus den Platzierungen der letzten zwölf Jahre zusammensetzte. Die Platzierung aus den Jahren 1951 bis 1955 wurden dabei einfach, die aus den Jahren 1955 bis 1960 doppelt und die letzten drei Saisons sogar dreifach gewertet. Hinzu kamen noch Extrapunkte für Erfolge in den nationalen und internationalen Pokalen sowie der bisherigen Deutschen Meisterschaft. Und natürlich spielten auch wirtschaftliche Faktoren eine Rolle, das Station musste Platz für mindestens 35.000 Zuschauer bieten und eine Flutlichtanlage besitzen.
Am 11. Januar 1963 wurden die ersten Vereine in die Bundesliga aufgenommen. Insgesamt haben sich nur 46 der 74 Oberligamannschaften beworben. Die ersten Mannschaften waren: 1. FC Köln, 1. FC Nürnberg, 1. FC Saarbrücken, Borussia Dortmund, Eintracht Frankfurt, FC Schalke 04, Hamburger SV, Herta BSC Berlin und Werder Bremen. Die fehlenden sieben folgten dann am 6. Mai 1963 mit 1. FC Kaiserslautern, Eintracht Braunschweig, Karlsruher SC, Meidericher SV, Preußen Münster, TSV 1860 München und dem VfB Stuttgart. Damit war die Bundesliga komplett und konnte am 24. August 1963 beginnen.
So einfach war die Auswahl jedoch nicht wie es sich anhört. Denn wie es in solchen Situationen immer ist, wurde auch hier gestritten, gekämpft und viele fühlten sich übergangen und benachteiligt. So setzte zum Beispiel der im DFB-Präsidium vertretene Herman Neuberger seine Macht ein um seinen Verein den 1. FC Saarbrücken in die Bundesliga zu bringen, obwohl Vereine wie der FK Pirmasens und Borussia Neunkirchen sportlich erfolgreicher waren in den Jahren vor der Gründung. Ebenso hatte in der Oberliga Nord Hannover 96 mehr Punkte in der Zwölfjahreswertung des DFB gesammelt sowie bessere wirtschaftliche Vorraussetzungen wie Eintracht Braunschweig.
Aber die Teilnehmer waren festgelegt und so konnte Timo Konietzka von Borussia Dortmund schon nach 58 Sekunden Spielzeit gegen Werder Bremen das erste Tor der Bundesliga Geschichte schießen. Es nutzte jedoch nichts, am Ende der Saison wurde der 1. FC Köln überlegen Deutscher Meister. Eine erfolgreiche erste Saison mit vielen Zuschauern machte Hoffnung auf mehr. Doch bereits im zweiten Jahr musste die noch so junge Bundesliga ihre erste Krise meistern. Hertha BSC verstoße gegen die Lizenzbedingungen und musste zwangsabsteigen. Die beiden eigentlichen Absteiger FC Schalke 04 und der Karlsruher SC setzten sich anschließend juristisch gegen ihren Abstieg zur Wehr und die Politik forderte einen Vertreter Berlins in der ersten Liga. Daher entschied sich der DFB bereits in der dritten Saison die Bundesliga auf 18 Vereine zu erhöhen. Weder Schalke noch Karlsruhe mussten absteigen und gleichzeitig wurde der SC Tasmania 1900 Berlin in die Bundesliga befördert.
Bis 1970 gab es in den ersten Sieben Jahren Bundesliga immer einen anderen Meister. Jedoch gelang es in der Saison 1969/1970 Borussia Mönchengladbach erstmals die Meisterschaft zu verteidigen. Und damit leuteten sie das Jahrzehnt der Konkurrenz zwischen dem FC Bayern München und Borussia Mönchengladbach ein. Neun Jahre lang machten die beiden Mannschaften die Deutsche Fußballmeisterschaft unter sich aus. Fünfmal gewann Gladbach und viermal Bayern.
In diese Zeit fällt jedoch auch der nächste große Skandal in der Bundesliga als Rot-Weiß Oberhausen und Arminia Bielefeld in der Saison 1970/1971 massiv Spiele gekauft haben, um so dem Abstieg zu entgehen. Und auch die Zuschauerzahlen waren bis Mitte der 70er Jahre stark rückläufig. Die Fernsehübertragungen und unbequeme Stadien trugen ihren Teil dazu bei, dass viele Fans lieber zuhause blieben.
Erst mit der Fußball Weltmeisterschaft und den folgenden Stadienumbauten nahm die Zahl der Fans wieder zu und es gab eine neue Gegnerschaft. Nachdem Borussia Mönchengladbach 1977 die letzte Deutsche Meisterschaft feierte, verloren sie immer mehr an Bedeutung und mit dem Hamburger SV und dem SV Werder Bremen fanden die Bayern aus München zwei neue Gegner, die sich der Dominanz aus dem Süden widersetzten. Und auch in den europäischen Wettbewerben lief es besonders gut für die deutschen Vereine. 1980 standen zum Beispiel im Halbfinale des UEFA-Pokals vier Bundesliga Mannschaften. Eine Situation die es davor und auch danach nicht mehr gegeben hat.
Alleine die Spiele der Nationalmannschaft waren weniger attraktiv und mit den Erfolgen von Boris Becker und Steffi Graf drohte der Fußballsport weiter an Attraktivität zu verlieren. Der Gewinn der Weltmeisterschaft im Jahre 1990 läutete eine neue Zeit für die Bundesliga und ihre Mannschaften ein.
Es begann die Zeit der hohen TV-Gelder und der Kommerzialisierung des Fußballsports. Aber auch die Vereinigung mit dem Fußballverband der DDR und neuen Traditionsmannschaften wie Hansa Rostock oder Dynamo Dresden. Eine neue Ära wurde eingeläutet und die Bundesliga begann so richtig zu boomen. Steigende Zuschauerzahlen, steigende Einnahmen und die immer stärkere Professionalisierung der Vereine. Heute sind viele Bundesligisten keine reinen Vereine mehr, sondern Aktiengesellschaften oder GmbHs. Eines ist jedoch gleich geblieben wie in den Jahrzehnten davor: wer Meister werden will musste an einer Mannschaft vorbei, dem Deutschen Fußballrekordmeister FC Bayern München.
Einige Fakten aus fast 50 Jahre Bundesliga Geschichte:
- Der Hamburger SV ist der einzige Verein, der durchgängig in jeder Saison in der ersten Bundesliga gespielt hat.
- Insgesamt haben 51 Vereine bisher in der Bundesliga gespielt. Der jüngste Neuzugang ist der FC Augsburg, der diese Saison erstmals in der Bundesliga spielt.
- Die wenigsten Vereine waren in den ersten beiden Bundesliga Saisons vertreten mit 16 Vereinen und die meisten nach der Wiedervereinigung im Jahre 1991/1992 mit 20 Bundesligisten.
- Insgesamt gab es nur zwölf verschiedene Vereine, die in der Bundesliga die Deutsche Fußballmeisterschaft gewinnen konnten. Mit 21 Bundesliga Meisterschaften ist der FC Bayern München Rekordmeister. Auf Platz zwei liegt Borussia Mönchengladbach mit fünf. Die zweitmeisten Meisterschaften überhaupt hat der 1. FC Nürnberg, Acht davon allerdings vor der Gründung der Bundesliga und nur eine in der Bundesliga.
- Der 1. FC Nürnberg ist auch der einzige Verein der nach der Meisterschaft (1967/1968) im Jahr darauf abgestiegen (1968/1969) ist. Der 1. FC Kaiserslautern hat es umgekehrt gemacht und schaffte nach dem Aufstieg in die Bundesliga (1996/1997) gleich im Jahr darauf die Meisterschaft (1997/1998) zu gewinnen.
- 1976 wurde zum ersten Mal eine Million DM für einen Spieler bezahlt. Es war Roger Van Gool der dafür zum 1. FC Köln wechselte. 1984 wurde die zehn Millionen Mark Grenze von Karl-Heinz Rummenige geknackt. Er wechselte für diese Summe von Bayern München zu Inter Mailand. Der teuerste Transfer weltweit war er jedoch nicht, denn das war Diego Maradona, der in derselben Saison von Barcelona zu Neapel wechselte. Er kostete sogar 24 Millionen DM.
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19.10.2011, 07:55 #2Neuer Benutzer
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Da hat sich aber eine Mühe gegeben. Wow.
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13.12.2011, 09:28 #3Neuer Benutzer
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Also auf der Seite hast du es gekürzter aber dennoch informativ.
Bundesliga Geschichte und System | Deutscher FußballStarr mich nicht so an, ich bin auch nur eine Signatur.
Kleiner Scherz, wenn ihr Infos über die deutsche Bundesliga haben wollt geht auf den Link drauf.



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